Wir haben aktuell 3 Tage Zeit zum ausräumen und ausmisten einiger Dinge, da die Kinder zwischengeparkt sind. In einer kurzen Pause unterhielten wir uns in dieser „Übergangszeit“ über unsere Erwartungen und reflektierten etwas die vergangenen Jahre. Wir beschlossen ein paar Dinge niederzuschreiben, um in späterer Zeit darauf zurückblicken zu können.
Fast die letzten 9 Jahre
… haben wir hier in dieser Gegeng gelebt. Aus Neuseeland zurückkommend im Dezember im Jahr 2017 sind wir zuerst in Hauingen in einer viel zu kleinen und heißen DG Wohnung meiner Eltern gestrandet. Anschließend ging es 2 Jahre nach Haltingen (wo auch unsere Gemeinde ist) und unsere zewite Tochter ihre ersten beiden Jahre verbracht hat. Danach ging es weiter nach Efringen-Kirchen in die Gutenau 35. Es hat sich lange Zeit nach einer Warte- bzw. Zwischenzeit angefühlt und wir wussten irgendwie immer, dass es nicht die Endstation für uns ist. Das es nun doch fast 9 Jahre wurden ist schon krass. Es ist aber auch extrem viel passiert. Unsere erste Tochter und unsere Zwillinge sind geboren worden, unser Ältester hatte eine große OP in Hamburg und duzende Therapietermine und Arztuntersuchungen.
Es war so intensiv, dass Anja gesundheitlich deutlich gelitten hat. Nun fühlen wir uns ein bisschen so, wie aus einem Hamsterrad rauszukommen. Mit Kindergarten, verschiedenen Schulen, Arbeit, Familie, Gemeinde etc. hat man halt auch viel zu tun, viele Termine und ist eigentlich ständig unterwegs und vermutlich auch gestresst.
Was also sind unsere Erwartungen als Familie an Dänemark?
In erster Linie möchten wir Gott gehorsam sein. Wir glauben, dass er es gut mit uns meint und einen Plan mit uns hat. Natürlich ist er für uns die Priorität. In einem anderen Beitrag habe ich mehr zu der „geistlichen“ Sicht geschrieben. Hier geht es mehr um unsere Erwartungen und Hoffnungen als Familie Wir wünschen uns, dass sich einige Dinge ändern:
Frieden und weniger Erwartungen
Wir haben vermutlich durch unseren Ältesten speziell gemerkt, welche Erwartungen und Leistungsdruck an Kinder gestellt werden. Dies und jenes muss ein Kind können uswsf.
Da möchten wir raus. Wir glauben und hoffen, dass Kinder selbst wissen, wann was für sie gut ist. Und wir möchten kein schlechtes Gewissen gemacht bekommen, wenn ein Kind z.B. beim Lesen hinter den anderen her hinkt. Natürlich wird es Bildung geben, aber orientiert am Kind.
Keine Rechenschaft ablegen
Wir möchten frei werden, als Eltern Rechenschaft über unsere Kinder ablegen zu müssen. Damit möchten wir auch den Druck auf die Kinder abbauen.
Weniger Termine
Die Woche ist einfach durchgetaktet von Schulstart und -ende, von Kindergartenzeiten von Sport und Freizeitterminen, Dates mit anderen Kindern. Wir möchten so intensiver als Familie zusammenleben.
Durchatmen
Da die vergangen Jahr uns und insbesondere Anja sehr geschlaucht haben und teilweise bis über den Rand der Belastungsgrenze gebracht haben, möchten wir den Alltag entschleunigen und durchatmen. Da hoffen wir, dass uns ein freies, weites Land und Leben helfen könnte und wir in einen Rythmus kommen, der uns gut tut und nicht vor uns her treibt.
Förderung unseres Ältesten
Wir haben das Gefühl, dass er in der Sonderschule in einer Einbahnstraße steckt. Die Schule und Lehrer waren bisher toll. Aber absehbar wird da wenig neues passieren in der weiterführenden Schule. Daher wollen wir ihm speziell in der Landwirtschaft (sofern das uns möglich ist) und Natur mehr Möglichkeiten geben.
Also insgesamt wünschen wir uns mehr Freiheit und das unsere Kinder freier und unabhängiger lernen und heranwachsen können. Und, dass Anja Erholung findet.
Wir sind gespannt auf die Zeit und hoffen, dass uns diese Zeilen helfen in ein paar Monaten zurückzublicken und einiges zu besser einzuordnen 🙂